Neue Auswertung der Lungenkrebsstudie von Prof. Michael Frass: Positive Ergebnisse für Lebensqualität und Überlebenszeit unter homöopathischer Begleitbehandlung

Eine neue wissenschaftliche Veröffentlichung von Prof. Michael Frass und seinem Forschungsteam ist im renommierten, peer-reviewten Fachjournal Supportive Care in Cancer erschienen. Die Studie untersucht die Auswirkungen einer zusätzlichen homöopathischen Behandlung auf die Lebensqualität und das Überleben von PatientInnen mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) im Stadium IV.

Studiendatensatzes neu ausgewertet

Die Publikation greift die Daten einer früheren klinischen Studie auf, die 2020 in The Oncologist veröffentlicht und im November 2025 nach zwei Korrekturen durch die Zeitschrift zurückgezogen wurde. Eine Mehrheit der MitautorInnen widersprach dieser Entscheidung. Die umstrittene Studie von Prof. Michael Frass  wurde dank seinem unermüdlichen Einsatz nochmal analysiert und diesmal im renommierten, peer reviewten Journal Support Care Cancer publiziert. Ziel dieser Studie war es, frühere Studien zur Wirkung einer begleitenden homöopathischen Therapie auf die Lebensqualität (QoL) und das Überleben bei Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) zu replizieren. 

Die vorliegende Studie basiert auf demselben Studiendatensatz, wurde jedoch bewusst so konzipiert, dass die einzigartige Forschungsmethodik hervorgehoben wird: Konzeption und Vorbereitung durch einen leitenden Statistiker, die Dateneingabe, die Datenbereinigung und die unabhängige statistische Auswertung erfolgten in vier voneinander unabhängigen Schritten; die Berichterstattung folgt der CONSORT-Erklärung, und die Interpretation der Ergebnisse wurde konservativ neu formuliert. 

In dieser prospektiven, randomisierten, placebokontrollierten, doppelblinden, dreigliedrigen multizentrischen Phase-III-Studie mit vierfach überprüfter Datenanalyse wurde die potenziellen Auswirkungen einer ergänzenden homöopathischen Behandlung im Vergleich zu Placebo bei Patienten mit NSCLC im Stadium IV hinsichtlich der Lebensqualität untersucht. Achtundneunzig Patienten erhielten doppelblind entweder individuell abgestimmte homöopathische Arzneimittel (HMPs; n = 51) oder Placebo (n = 47). 52 Kontrollpatienten ohne homöopathische Behandlung wurden lediglich hinsichtlich ihrer Überlebensrate beobachtet. Die Inhaltsstoffe der verschiedenen HMPs stammten überwiegend aus pflanzlichen, mineralischen oder tierischen Quellen. Die Datenerfassung und die statistische Analyse unterlagen einem außergewöhnlichen, vierfach überprüften Datenanalyseprozess. 

 

Analyse der Daten

Der allgemeine Gesundheitszustand (Lebensqualität, QoL) war in der Homöopathie-Gruppe nach 9 Wochen und nach 18 Wochen höher als in der Placebo-Gruppe (p < 0,001). Mit Ausnahme der kognitiven Funktionen nach 9 Wochen sowie von Schmerzen, Durchfall und finanziellen Schwierigkeiten nach 9 Wochen fielen alle Funktions- und Symptomskalen des EORTC QLQ-C30 zugunsten der Homöopathie-Gruppe aus (p < 0,001 bei den multivariaten Vergleichen), wobei die Unterschiede zwischen den Gruppen den Schwellenwert von 10 Punkten überschritten, der allgemein als klinisch bedeutsam angesehen wird. Die mediane Überlebenszeit über den Beobachtungszeitraum von 730 Tagen betrug 435 Tage in der Homöopathie-Gruppe, 257 Tage in der Placebo-Gruppe (p = 0,010) und 228 Tage in der nicht randomisierten Kontrollgruppe (p < 0,001); die entsprechenden 2-Jahres-Überlebensraten betrugen 45,1 %, 23,4 % und 13,5 % (Homöopathie vs. Placebo p = 0,020; Homöopathie vs. Kontrollgruppe p < 0,001). Der Unterschied zwischen der Placebo-Gruppe und der nicht randomisierten Kontrollgruppe war statistisch nicht signifikant (p = 0,154)

 

Positive Ergebnisse bei Lebensqualität und Überlebenszeit

In dieser Studie war die begleitende Homöopathie in den meisten Funktions- und Symptombereichen mit einer besseren Lebensqualität verbunden, wobei die klinisch bedeutsamen Effektstärken mit den Ergebnissen einer früheren offenen Studie übereinstimmten. Die Überlebenszeit war in der Homöopathiegruppe im Vergleich sowohl zur Placebo- als auch zur Kontrollgruppe signifikant länger. Eine unabhängige Replikation, idealerweise im Rahmen aktueller immunonkologischer Behandlungsschemata, ist erforderlich.

Studie lesen: HIER

Frass M, Lechleitner P, Gründling C, Gaertner K, Duscheck C, Muchitsch I, Manchanda RK, Burghuber OC. Improved quality of life and prolonged survival with add-on homeopathic treatment in patients with non-small cell lung cancer: a prospective, randomized, placebo-controlled, double-blind, three-arm, multicenter study. Support Care Cancer. 2026 Sep 10;34(10):952. doi: 10.1007/s00520-026-11154-3. PMID: 42720799.

Homöopathie bei akuten Atemwegsinfektionen: Eine Real-World-Studie mit über 600.000 PatientInnen zeigt das Potential der Homöopathie auf

Eine deutsche Kohortenstudie verglich über einen Zeitraum von 12 Monaten homöopathische und konventionelle Arzneimittel bei akuten Infektionen der oberen Atemwege (aURTI). Bei der Auswertung von über 610.000 Patienten zeigten die Ergebnisse, dass die Rezidivraten und der Antibiotikaeinsatz zwischen den Gruppen zumindest vergleichbar waren, wobei einige Ergebnisse für die Homöopathie sprachen.

Trotz methodischer Einschränkungen hebt die Studie die Homöopathie als wertvolle therapeutische Option bei der Behandlung unkomplizierter aURTI hervor.

Als Conclusio schreiben die Autoren: „The present study contributes to comparative, real-world evidence on the use of homeopathic and conventional medicines in the treatment of children, adolescents, and adults with aURTI. It is a step toward closing the RWD knowledge gap on homeopathy. Despite some inherent methodological limitations of the database used, the results of this study of more than 610,000 patients suggest that homeopathic medicines are a valuable therapeutic option for the treatment of aURTI in primary care. Their good tolerability as reported in the literature and the fact that they can help to reduce the unnecessary use of antibiotics in patients with aURTI should also be considered within the wider context of healthcare decision-making. Further research utilizing different study designs and databases is needed to expand the real-world evidence for homeopathy.“

 

Ihre gute Verträglichkeit und  der reduzierte Einsatz von Antibiotika sollten daher bei Entscheidungsfindung im Gesundheitswesen berücksichtigt werden. 

 

Studie nachlesen: HIER 

Banik N, De Jaegere S, Niederle S, Reineke T. Homeopathic and Conventional Treatments for Acute Upper Respiratory Tract Infections: Real-World Cohort Study on Recurrence and Antibiotic Prescriptions. Complement Med Res. 2025;32(1):13-25. doi: 10.1159/000543183. Epub 2025 Jan 8. PMID: 39778535; PMCID: PMC11892463.

 

One Health – Gemeinsam gesund: Mensch, Tier, Umwelt am 17.10.2026 an der KLU – 8 DFP, Kostenlos!

One Health ist ein integrativer Ansatz, der Zusammenhänge zwischen der Gesundheit von Menschen, Tieren und der Umwelt betrachtet und die Koordination zwischen Humanmedizin, Veterinärmedizin, Gesundheits- und Umweltwissenschaften fördert. Zielsetzung ist die Gesundheit von Menschen, Tieren und Ökosystemen nachhaltig ins Gleichgewicht zu bringen und zu optimieren. Topexpert:innen von verschiedenen österreichischen Universitäten diskutieren mit Ihnen diese Themen im Rahmen des eintägigen One Health-Kongresses, dessen Schwerpunkt dieses Jahr auf der Ernährung liegt.

Programm:

09:30 – 09:50 Uhr: Eröffnung Symposium
Rektorin Univ.Prof. Andrea Olschewski, Karl Landsteiner Privatuniversität
GF Univ.Doz. Johannes Pleiner-Duxneuner, AGES

09:50 – 10:10 Uhr: Einleitung Symposium
Vizerektor Univ.Prof. Manfred Wieser, Karl Landsteiner Privatuniversität

10:10 – 10:30 Uhr: Keynote: Die Zukunft ernähren: „One Health“ und Ernährung miteinander verbinden
Univ. Prof. Victor Zevallos, Karl Landsteiner Privatuniversität

  • One Health & Mensch

10:30 – 11:00 Uhr: Die Bedeutung des Darmes und der Leber zur Resilienzsteigerung
Dr. Sepp Fegerl, Karl Landsteiner Privatuniversität

11:00 – 11:30 Uhr: One Health in der Pädiatrie
Univ. Prof. Kurt Widhalm, Med Uni Wien

11:30 – 12:00 Uhr: Antibiotikaresistenzen
Univ.-Prof. DDr. Wolfgang Graninger, Med Uni Wien

12:00 – 13:00 Uhr Mittagspause

  • One Health & tierische Gesundheit/Produktion

13:00 – 13:30 Uhr: Von der Ökologie zur menschlichen Gesundheit: Nachhaltige Ernährung aus Fischteichen im Kontext von One Water – One Health
Univ.-Prof. Priv.-Doz. Dr. Martin Kainz, Universität für Weiterbildung Krems

13:30 – 14:00 Uhr: Projekt AquaFeed – Machbarkeits-Untersuchung einer regionalen Fischfutter-Produktion in Österreich 
Mag. Johanna Keßner, AGES

14:00 – 14:30 Uhr: Integrative Veterinärmedizin als Chance im Sinne von One Health – eine Fragebogenstudie
Dr. med. vet. Petra Weiermayer, VetMedUni

14:30 – 15:00 Uhr Kaffeepause

  • One Health & Themenkreis pflanzliche Produktion & Boden

15:00 – 15:30 Uhr: Schimmelpilzgifte – Bedeutung, Nachweis und Entgiftung
Univ.Prof. Rudolf Krska, BOKU/ IFA – Tulln

15:30 – 16:00 Uhr: Böden als Verteilungsplattform von Antibiotikaresistenzen im Agroökosystem
Dr. Markus Wögerbauer, AGES

  • One Health & Wasser

16:00 – 16:40 Uhr: Wasser – Lebensmittel Nummer 1 und vieles mehr…(Teil1) 
Univ. Prof. Andreas Farnleitner, TU Wien und Karl Landsteiner Privatuniversität, ICC Water & Health
Wasser – Lebenbsmittel Nummer 1 und vieles mehr… (Teil 2) 
Univ. Prof. Regina Sommer, Med Uni Wien, ICC Water & Health

16:40 – 17:00 Uhr: Abwasser als Informationsträger: Monitoring von Antibiotikaresistenzen
Dr. Claudia Kolm, Karl Landsteiner Privatuniversität, ICC Water & Health

Moderation: Hon.Prof. PhDr. Sven-David Müller, Msc.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Zielgruppe: 

Praktische Ärzt:innen, Fachärzt:innen aller Disziplinen, Veterinärmediziner:innen, Umweltwissenschaftler:innen und Student:innen.

Wissenschaftliche Organisation:

  • Univ. Prof. Andreas Farnleitner
  • GF Univ. Doz. Johannes Pleiner-Duxneuner
  • Mag. Birgit Oppenauer BSc MSc
  • Mag. Christoph Unger
  • Univ. Prof. Kurt Widhalm
  • Univ. Prof. Victor Zevallos

Veranstaltungsort:

Karl Landsteiner Privatuniversität
MAYRLIFE Hall

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei!

Anmeldung

zum Symposium „One Health – Gemeinsam gesund: Mensch, Tier, Umwelt“ am 17.10.2026

Dr. Gaurang Gaikwad im Meißner Hahnemannzentrum von 4.-6.9.2026

Die Brücke zwischen Hahnemann und Heute: Interkurrente Mittel, Schüßler-Salze, Säugetier- & weniger bekannte Mittel bei therapieresistenten Knochen-, Gelenk- und dermatologischen Fällen

In der komplexen homöopathischen Praxis kommt es trotz korrekter konstitutioneller Verschreibung häufig zu therapeutischen Stillständen. Dieses Seminar stellt fortgeschrittene klinische Strategien vor, die auf langjähriger Erfahrung beruhen und helfen, solche Blockaden zu überwinden. 

Im Mittelpunkt steht der gezielte Einsatz von Nosoden bei chronischen und therapieresistenten Fällen, veranschaulicht durch kurze, praxisnahe Fallbeispiele. Behandelt werden unter anderem Impf-Nosoden (Vaccinum, Variolinum, Malandrinum), Staphylococcinum bei komplizierten Infektionen und Abszessen, die Osteoarthritis-Nosode bei Kniearthrose, tuberkulinische Nosoden wie Bacillinum und Tuberculinum aviare sowie Scirrhinum als tief wirkende Arznei, insbesondere wenn Carcinosinum nicht mehr greift. Ergänzend werden weniger bekannte Nosoden vorgestellt.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der zunehmenden Bedeutung von Darm- bzw. intestinalen Nosoden, insbesondere in Fällen, in denen selbst klassische Nosoden keine Wirkung zeigen und eine Beteiligung des Darms besteht. 
Hervorgehoben wird Bacillus sycoccus (SYC-CO) als wichtige Arznei, wenn Thuja und Medorrhinum versagen. 

Darüber hinaus werden moderne, flexible Verschreibungsansätze mit Sarkoden wie Testes und Thyroidinum sowie die Wiederentdeckung vergessener Arzneimittel aus der klassischen Literatur vorgestellt. 

Abschließend werden die Behandlung der Hypertonie mit Nierenbeteiligung, die Bedeutung der Apocynaceae bei Hypertonie mit Ödemen, Arzneien wie Strophanthus hispidus und Quebracho sowie die Therapie von Struma und Schilddrüsenerkrankungen, insbesondere mit Lycopus virginicus aus der Familie der Labiatae (Lamiaceae), behandelt.

Dr. Gaurang Gaikwad ist einer der bekanntesten homöopathischen Kliniker und Lehrer weltweit. In den letzten Jahren hat er erfolgreich Hunderte von Homöopathen durch seine Online-Kurse ausgebildet. Er hat seine eigene Online-Lernplattform gegründet und führt dort erfolgreich Kurse für Studenten, Praktizierende und homöopathische Interessierte durch. 

Tagungsablauf

 

Freitag, 4. September 2026
9.00 – 12.30 Uhr und
14.00 – 17.00 Uhr

Samstag, 5. September 2026
9.00 – 12.30 Uhr und
14.00 – 17.00 Uhr

Sonntag, 6. September 2026
9.00 – 12.30 Uhr und
14.00 – 15.30 Uhr 

Kosten: 300,00 €
280 € – Dr. Gaikwads Geburtstagsrabatt bei Buchung bis 16.8.2026;
Vergünstigungen für Gruppen und Studierende, Einzeltage möglich

TagungsortRatssaal Meißen, Markt 1, 01662 Meißen, Deutschland

VeranstalterMeißner Hahnemannzentrum e. V.

 Anmeldung: info@hahnemannzentrum-meissen.de

Für alle Fälle: Die wichtigsten homöopathischen Arzneien für eine kleine Haus- und Reiseapotheke – Spannender Vortrag am 3.10. für Interessierte

Zu Beginn wird eine kleine Einführung präsentiert, die Sie mit der Methode der Homöopathie vertraut macht. 

Mit suggestopädischen Elementen – das bedeutet mit Spiel, Spaß und Freude – erfahren Sie dann die wichtigsten Arzneien für akute Situationen zu Hause oder auf Reisen. Ob Arnica für Verletzungen oder Okoubaka für Durchfall auf Reisen – die Arzneien werden so dargestellt, dass sie Ihnen mit Leichtigkeit im Gedächtnis bleiben werden.

Referentinnen:
Mag.pharm. Andrea Bogad
Mag.pharm. Brigitte Manhartsberger
Mag.pharm. Eva Tandl

Termin:   Samstag, 3. Oktober 2026     14:30 – 18:00 Uhr

Ort:   Steiermarkhof, Ekkehard-Hauer-Straße 33, 8052 GRAZ

Teilnahmegebühr (inkl. Pausenverpflegung):
Mitglieder: € 40,-
Nichtmitglieder: € 60,-

Anmeldung ausschließlich über die Initiative „Homöopathie hilft!“ 

 

Neuigkeiten aus der Grundlagenforschung


Eine Studie des Cherwell Laboratory for Fundamental Research in Homeopathy, Oxford, UK zeigt, dass das homöopathische Mittel Arsenicum album 10M Photonen emittierte, wenn es einer elektrischen Ladung ausgesetzt wurde.
Die Kontrollsubstanz ohne homöopathische Potenz tat dies nicht.
Die Studie zeigte außerdem, dass die elektrische Ladung die Potenz von Arsenicum album aufhob.
Die zentrale Erkenntnis ist, dass homöopathische Mittel ein physikalisch messbares Ergebnis (Photonenausbruch) hervorrufen können und dass dieses Ergebnis durch elektrische Ladung neutralisiert werden kann.

https://www.thieme-connect.de/products/ejournals/abstract/10.1055/a-2792-9249